Nord­in­dien

ALLGEMEINE INFOS ÜBER DEN INDISCHEN SUBKONTINENT

  • Das am dichtesten bevölkertste Stück der Erde
  • Mehr als 1 Million Millionäre
  • Durchschnittseinkommen weniger als 1,50 € am Tag
  • Schach wurde in Indien erfunden, doch heute ist
    Caroom das Spiel der breiten Masse
  • Mount Everest Höhe 8848m, Temperatur -19 Grad C.
  • Tausende Kilometer Küste mit bis zu 50 Grad C.
  • Mahatma Gandhis Geburtstag ist Nationalfeiertag
  • Monsun von etwa Juni-Oktober
  • Das „Rad des Gesetzes“, der buddhistische Pfad zur
    Erlösung ist auf der Nationalflagge von Indien, Sri
    Lanka und der tibetischen Exilregierung abgebildet
  • Mehr als 100 Sprachfamilien
  • Mehr als 365 religiöse Feiertage
  • Unzählbar viele Götter und Heilige

Migrationsgeschichte Indien:

Köln, traditionell eine Stadt der Musiker und Künstler, verbindet ein uraltes Interesse an der indischen Kultur. Spätestens zur Hippiezeit wurden Kabul und Goa ein Ziel der Reisenden aus dem Rheinland, ein Sehnsuchtsträger der Suchenden. Spirituelle Bereicherung scheint in Indien inklusive zu sein. Musik und Küche, Yoga und Buddhismus, im Umfeld der Friedensbewegungen früherer „Entwicklungshilfe“ und politischer Aktivismus: überall dort wurden Verbindungen nach Indien geschaffen. Besonders im Belgischen Viertel der 70er waren die Hare Krishnas und die Oshos zu Hause. In aller Stille erhält das Alltagsleben in Deutschland seit den letzten 50 Jahren eine leicht indische Farbe.

Kölns Little India…

Nach der Teilung Indiens 1947 kam es zu großen Migrationsbewegungen. Auch in Richtung Deutschland. Zuerst entwickelte sich der akademische Austausch. Viele indische Studenten kamen nach Aachen, dann nach Köln. Aus dem Dunstkreis dieser Akademiker hat sich die ehemals sehr aktive deutsch-indische Gesellschaft begründet. In den 60. Jahren warben kirchliche Wohlfahrtsorganisationen Krankenschwestern aus dem indischen Bundesstaat Kerala an. In den 70ern folgte der Familiennachzug mit unverschuldeten Integrationsschwierigkeiten, denn die nachgezogenen Männer, oft hervorragend ausgebildet, bekamen erst nach 4 Jahren Aufenthalt eine Arbeitserlaubnis. Als 1984 in Nordindien der Mob gegen die Sikhs wütete, zogen zahlreiche Sikhs, vor allem aus Punjab nach Deutschland. Ab dem Jahr 2000 werden wieder IT Fachleute aus Indien geworben und in den deutschen Arbeitsmarkt integriert.

Zur indischen Diaspora zählen wir hier alle Einwanderer aus dem indischen Subkontinent, also Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bangladesch, Bhutan und Sri Lanka. Statistische Zahlen können hier nur falsche genannt werden, denn unsere Inder haben möglicherweise einen englischen, also europäischen Pass oder sind seit mehr als 2 Generationen deutsche Steuerzahler, werden also vom Amt für Migration nicht mehr erfasst. Flüchtlinge mit nicht geklärtem Aufenthaltsstatus, v.a. aus Afghanistan, Pakistan und Bangladesch, die ihre wahre Herkunft aus Angst vor Rücksendung verbergen, aber auch Studenten müssten realistisch gesehen eingerechnet werden.
Die einen sind durch einen studienbegleitenden Austausch, andere berufsbedingt nach Deutschland gekommen. Manche haben sich verliebt, ihren deutschen Partner geheiratet, eine Familie gegründet und sind deshalb geblieben. Dreißig oder vierzig Jahre und länger in Deutschland zu leben hatten die wenigsten geplant.

… liegt hinterm Neumarkt

In Köln hat sich der Basar Klein-Indiens hinter dem Neumarkt entwickelt, dem ironischerweise noch „Griechenmarkt“ genannten Stadtteil. Wer schon in Indien war, hat festgestellt, dass sich die Händler und Handwerker ähnlicher Produkte immer auf einem Fleck befinden. In einem Viertel finden Sie Kleidung, in einem anderen Straßenzug die Fahrradwerkstätten und nebenan die Ecke mit den Fahrradpumpenvermietern. Das Phänomen folgt einer einfachen Logik: Wenn jemand etwas spezielles sucht, findet er es vielleicht bei dem ersten Laden, wenn nicht, beim nächsten, auf jeden Fall aber in der Gegend. Das ist ein cleveres System. So schaffen sich auch die Inder von Köln eine gemeinsame Anziehungskraft. Wie in Indien selbst, haben sich die Händler aus dem ganzen Subkontinent am Griechenmarkt zusammengetan.

Mehrere indische Modeboutiquen, Festtags- und Alltagssaris, Kosmetiksalons, das Tamilbuffet, Reisebüros und Konsulat sind direkt neben den Kölschfreunden vom „Thieboldseck“ und der Pusztahütte an dem Viereck Fleischmengergasse, Lungengasse, Thieboldsgasse, Bayardsgasse einfach zu finden. Wir sind dort alle schon einmal vorbeigelaufen. Aber haben Sie einmal angehalten und haben sich gefragt was dieses wunderschöne, ethnische Viertel alles zu bieten und zu erzählen hat? Die Lebensmittelläden teilen sich auf in Nordindien, Südindien und die noch tropischeren Gefilde Sri Lankas, oder Surinam mit seinen unterschiedlichen Zutaten. An festgelegten Tagen kommen die Lieferanten aus den Niederlanden, z.b. kommt der Surinamesische Mangolieferant am Donnerstag und wer Mango in Köln liebt, sollte das wissen. Andere Händler von Kölns Klein-Indien fahren zum Einkauf noch am Wochenende mit dem Transporter durch den Tunnel zum indischen Großmarkt in Europas größter indischen Gemeinschaft nach England. Hinter dem Neumarkt werden Feste und Bollywoodpremieren angekündigt, die aktuellen Modetrends beäugt und im April 2014 fand das erste indische Straßenfest statt. Hier ist das Herzstück der Inder in Köln.

Kleiner Hindi Crashkurs

Guten Tag.
Namaskaar/Namaste
नमस्कार / नमस्ते l

Wie geht es Ihnen?
aapka kya haal hai ? / aap kaise hain ?
आपका क्या हाल है ? आप कैसे हैं ?

Schön Sie kennenzulernen.
aap se milkar khushi hui.
आपसे मिलकर खुशी हुई l

Warum nicht ?
Kyu nahi ?
क्यों नहीं ?

Neben den beiden überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch erkennt die indische Verfassung die folgenden 21 Sprachen an: Asamiya, Bengalisch, Bodo, Dogri, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Maithili, Malayalam, Marathi, Meitei, Nepali, Oriya, Panjabi, Santali, Sanskrit, Sindhi, Tamil, Telugu und Urdu. Die meisten dieser Sprachen dienen in den Bundesstaaten, in denen sie von einer Bevölkerungsmehrheit gesprochen werden, auch als Amtssprachen.

Vidya Banakar

„Vielleicht ist Bönig nur etwas reisemüde und ein geschickter Vermarkter der eigenen Idee. Aber er vertritt glaubhaft die Meinung,
man könne sich durch die Reise zu fremden Kulturen in der eigenen Stadt längere Reisen sparen.“
– Portal Mülheimer Freiheit –

Touren in Köln

Das indische Köln mit Vidya Banakar

Bei der interkulturellen Wanderung erfahren wir mehr über die Menschen, deren vielseitigen Religionen und Gebräuche, die Lieferzeiten der frischen Mangos, das Neueste aus Bollywood, den Gebrauch von Curry, Turban und Sari. Die aus dem südindischen Bundesstaat Karnataka stammende Vidya Banakar führt uns durch die Läden und Institutionen indischen Lebens in Köln. Die südindische Reiseleiterin kennt die Persönlichkeiten, gibt gerne Hilfestellungen bei Kochkunst und Sprachproblemen und scheut sich nicht, musikalische Beiträge an der Tampura zu begleiten. Ein Konzert der indische Musikakademie Anubhab rundet die kleine Indienreise ab.

Ethnofood: Indischer Kochkurs mit Vidya Banakar in Köln und Bonn

Sie sind längst Stammgast im indischen Restaurant ihres Vertrauens und wollen nicht länger nur passiv die exotischen Speisen genießen? Pakora mit Gruß aus der Küche, Chole, Jeera Reis, Dhal und weitere proteinhaltige raffinierte Gerichte zaubern wir auf den Tisch. Dabei zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Ihnen die leckersten indischen Gerichte auch in den eigenen vier Wänden gelingen. Am Ende wird das mehrgängige Mahl gemeinsam genossen.

Ethnofood: Kulinarische Weltreise deluxe mit Thomas Bönig

Die Esskultur ist in vielen Ländern der Welt wesentlicher Bestandteil des Alltagslebens. Das soziale Leben findet rund ums Essen statt. Was könnte es daher besseres geben, als eine „kulinarische Weltreise“ um andere Sitten und Bräuche kennen zu lernen? Erforschen Sie die vielfältige Welt der exotischen Küchen in mindestens drei Gängen – Sie bringen lediglich Appetit und Experimentierfreude mit. Auf dieser Route vom Neumarkt in die Altstadt testen wir vietnamesische Klosterküche und aphrodisierende Nüsse aus Ghana, wir grillen und backen am Tandoori-Ofen selbst, und lernen bei einer Degustation erstaunliches über die Wirkung von mexikanischen Mezkal direkt aus dem Fass.

Auch bei Spezial-Touren kommen wir nach Indien: Radtour Interreligiös, Radtour Weltreise, Radtour Indien ( auf Anfrage). Bei der Weltreise in Köln und Bonn kommen wir natürlich zu den indischen Ecken und Viertel. Die akustischen Reiseleiter der Musikalische Weltreise sind Deepy und Genny, die indischen Dhol-Trommler.

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